Unsere Ziele
In Deutschland lernen immer weniger Kinder schwimmen. Dabei ist schwimmen, viel mehr als nur eine Sportart. Es ist überlebenswichtig! Aus diesem Grund haben sich die Jugendorganisationen der wassersporttreibenden Spitzenverbände zusammenschlossen und sich gemeinsam das Ziel gesetzt daran etwas zu verändern. Die Wassersportjugenden haben aus genau diesem Grund eine Petition gestartet und auf das Thema Schwimmen lernen aufmerksam zu machen und die Politik zum handeln zu bewegen. Gerade im letzten Jahr ist zwar bereits viel passiert, aber noch nicht genug. Unser Ziel ist es, dass JEDES Kind in Deutschland schwimmen lernt und auch regelmäßig schwimmen gehen kann. Denn Schwimmen ist neben einer überlebenswichtigen Fähigkeit auch großartige Sportart und die Voraussetzung für viele weitere Sportarten im und auf dem Wasser.
Helfen Sie uns, diese Ziele zu verwirklichen und Deutschland zu einem Land der sicheren Schwimmer*innen zu machen.
Deutschland zum Land der sicheren Schwimmer:innen machen - Jetzt!
Unsere Petition
Schwimmen rettet Leben! Aber leider lernen immer weniger Kinder das Schwimmen und das muss sich ändern! Wir fordern, dass das Schwimmen im Rahmen des Schulsports konsequent angeboten wird und der Bund den Unterricht finanziell unterstützt sowie Beratungsstellen für das Schulschwimmen einrichtet. Außerdem kann sich nicht Jede*r leisten schwimmen zu lernen und schwimmen zu gehen. Wir fordern daher stark vergünstigten Zugang zu Schwimmbädern für Kinder und Jugendliche, sowie die finanzielle Unterstützung von Schwimmkursen. Zusätzlich müssen Kennzahlen zum Schwimmen lernen in das Bewegungsmonitoring des RKI aufgenommen werden und abgesicherten Zugang zu öffentlichen Gewässern haben.
Warum fordern wir das?
Schwimmen ist mehr als Sport – es ist eine lebenswichtige Kulturtechnik. Jedes Kind sollte sicher schwimmen können, doch die Realität zeigt: Immer weniger Kinder erreichen dieses Ziel. Marode Schwimmbäder, fehlende Wasserzeiten und unzureichende Förderung gefährden nicht nur die Ausbildung im Breitensport, sondern auch den Nachwuchs im Leistungssport in allen Wassersportarten.
Die Bundesregierung hat dieses Problem erkannt und im Haushalt für 2026 erstmals Mittel ausdrücklich für das Schwimmen lernen und die Sanierung von Schwimmbädern bereitgestellt. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und wir freuen uns, dass das Thema wahrgenommen wird. Aber es muss noch mehr umgesetzt werden!
Der Zugang zum Schwimmen ist in Deutschland gerade sehr schwer. Zum einen ist dies durch fehlende Wasserflächen bedingt und andererseits auch durch die teilweise sehr hohen Preise für Schwimmkurse, sowie für Eintrittskarten in Schwimm- und Freibäder. Unser Ziel muss es sein, dass jedes Kind, unabhängig vom finanziellen Hintergrund des Elternhauses, schwimmen lernen und es sich auch leisten kann, danach regelmäßig schwimmen zu gehen. Wir fordern daher, dass Kinder und Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr stark vergünstigt Zugang zu Schwimmbädern erhalten. Denn nur wer keine Angst vorm Wasser hat, regelmäßig seine Schwimmfertigkeiten trainiert und Risiken und Gefahren im und am Wasser einschätzen kann, ist ein*e sichere*r Schwimmer*in. Außerdem müssen Schwimmkurse, sowie Schwimmbäder für die Bereitstellung von Wasserfläche für das Schwimmenlernen finanziell unterstützt werden. Denn nur durch finanzielle Unterstützung und Anreize können wir genügend Schwimmkurse für alle jungen Menschen in Deutschland zu angemessenen Preisen anbieten.
Ein großes Problem ist die unzureichende Durchführung des Schwimmunterrichts in Schulen. Dies ist die einzige Chance, flächendeckend alle Kinder in Deutschland zu erreichen. Bereits jetzt übernehmen oftmals Schwimmvereine oder private Anbieter die Aufgabe der Schule den Kindern das Schwimmen beizubringen. In der Schule selbst erfolgt dann nicht Mals ein Schwimmunterricht zum Festigen der Kenntnisse, obwohl dieser in den Lehrplänen aller Bundesländer verpflichtend vorgeschrieben ist. Das muss sich ändern! Nur wenn bereits in der Schule ein ausreichender Schwimmunterricht erfolgt, können wir es schaffen, dass alle Menschen in Deutschland sicher schwimmen können, denn dies rettet Leben. Wir fordern daher eine konsequente Umsetzung der Lehrpläne und finanzielle Unterstützung des Schwimmunterrichts der Schulen durch den Bund (vgl. Digitalpakt für Schulen, um beispielsweise zusätzliches Unterstützungs- und Betreuungspersonal einzusetzen). Außerdem soll der Bund ein Kompetenzzentrum Schulschwimmen einrichten, sowie die Einrichtung lokaler Beratungszentren unterstützen, welches Schulen und Lehrkräfte bei der Durchführung des Schwimmunterrichts berät. Dies kann von der fachlichen Beratung bis hin zur Unterstützung bei organisatorischen Herausforderungen gehen.
Im Rahmen des Bewegungsmonitorings des Robert Koch Instituts werden viele Kennzahlen zum Bewegungsverhalten und den motorischen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen erhoben. Wir fordern, dass hierbei, sowie auch in weiteren Studien, Kennzahlen zur Schwimmfähigkeit erhoben werden, damit Schulen, die wassersporttreibenden Verbände, sowie deren Vereine und andere Institutionen in Zukunft datenbasiert und zielgerichtet die Schwimmfähigkeit fördern können und weitere bedarfsgerechte Förderprogramme starten können. Dazu ist die Entwicklung von validen und einheitlichen Testsystemen notwendig, wie sie bereits in anderen europäischen Ländern Standard sind.
Um eine nachhaltige Begeisterung für den Wassersport und damit auch Talente für den zukünftigen Leistungssport verschiedener Wassersportarten zu entwickeln, müssen junge Menschen Zugang auch zu öffentlichen Gewässern haben und diese für ihren Sport nutzen dürfen. Um die Sicherheit zu gewährleisten, müssen dafür flächendeckend Notrufsäulen oder vergleichbare Notruf- und Rettungsmöglichkeiten eingerichtet werden.