Selina Freitag ist Sporthilfe Sportlerin des Monats März

Die WM-Zweite im Skispringen, Selina Freitag, ist mit 45,3 Prozent von den Sporthilfe-geförderten Athlet*innen zur Sportlerin des Monats März gewählt worden. Die 23-Jährige hatte bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Trondheim gleich drei Medaillen gewonnen - jeweils Silber von der Normal- und von der Großschanze sowie Team-Bronze gemeinsam mit Juliane Seyfarth, Katharina Schmid und Agnes Reisch.

Bei der von der Sporthilfe durchgeführten Wahl „Sportler/Sportlerin des Monats“ stimmen anders als etwa bei Medien- oder Publikumswahlen ausschließlich Deutschlands beste Nachwuchs- sowie Spitzenathlet*innen ab und geben der Auszeichnung damit ihre ganz besondere Note.

Selina Freitag setzte sich bei der Wahl gegen die Staffel-Weltmeister in der Nordischen Kombination in der Besetzung mit Johannes Rydzek, Wendelin Thannheimer, Julian Schmid und Vinzenz Geiger durch (38,2%), die bei der WM in Trondheim die Goldmedaille nach dem Springen von der Großschanze und dem Skilanglauf auf der 4x5-km-Strecke gewonnen hatten. Auf Platz drei wählten die Sporthilfe-Athlet*innen „Bob-Dominator“ Francesco Friedrich (16,5%). Der 34-Jährige hatte sich bei der Weltmeisterschaft in Lake Placid die WM-Titel Nummer 15 und 16 seiner Karriere gesichert. Friedrich siegte im Zweier und war auch im Viererbob mit seinen Anschiebern Matthias Sommer, Alexander Schüller und Felix Straub nicht zu schlagen.

Für ihre herausragenden Leistungen waren die Athletin und die Athleten von der Athletenkommission im DOSB, von SPORT1 und von der Sporthilfe für die Wahl nominiert worden. Insgesamt hatten die deutschen Athletinnen und Athleten im März knapp 30 Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften gewonnen.

Zurück zu alter Stärke: Wie der olympische Sommersport die Trendwende schaffen will

Eineinhalb spannende Konferenztage neigten sich ihrem Ende entgegen, als Olaf Tabor die Frage aufwarf, die sich viele Teilnehmende im Konferenzraum Arena in der Zentrale des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Frankfurt am Main stellten. „Wir haben viel gearbeitet, sehr engagiert und fachlich fundiert diskutiert, was uns zeigt, wie wichtig diese Veranstaltung war“, sagte der Vorstand Leistungssport im DOSB, „aber was machen wir nun damit?“ Eine Frage war das, deren Beantwortung in der Tiefe einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Schließlich war die Olympiakonferenz mit dem Arbeitstitel „Team D auf dem Weg in die Zukunft: Analyse und Ableitungen aus dem Olympiazyklus Paris”, zu der der DOSB in dieser Form erstmals geladen hatte, als Anstoß dazu gedacht, wichtige Veränderungen nicht nur zu diskutieren, sondern endlich auch umzusetzen. Mit dem Ziel, den Abwärtstrend der Sommersportarten zu stoppen und in der Medaillenwertung langfristig wieder unter die besten fünf der Welt vorzustoßen. 

Wie schwierig diese Aufgabe ist, davon bekamen die rund 120 geladenen Gäste, darunter sowohl Sportverantwortliche und Bundestrainer*innen aus den olympischen Sommersportverbänden als auch Leiter*innen der Olympiastützpunkte, Vertreter*innen der Landessportbünde und der DOSB-Athletenkommission, einen Eindruck, der zwar nicht neu war, aber unterstrich, wie quälend der über Jahre aufgestaute Frust bei einigen geworden ist. Sachliche, aber deutliche Kritik war indes ausdrücklich erwünscht. „Wir haben dieses Format gewählt, um offen und direkt die Punkte anzusprechen, die uns daran hindern, eine bessere Performance zu bringen als bei den Spielen in Paris, bei denen wir mit der Gesamtleistung nicht zufrieden sein konnten. Deshalb war uns diese Analyse und die notwendige kritische Diskussion sehr wichtig“, erklärte Olaf Tabor, dessen Team aus dem Geschäftsbereich Leistungssport die Konferenz vorbereitet hatte, den Ansatz. 

Ausdrücklich sollte die Aussprache zunächst intern erfolgen, um Vertraulichkeit und eine professionelle Atmosphäre zu garantieren. Dass einige Teilnehmende den späten Zeitpunkt der Analyse kritisierten, nahm Tabor als wichtige Anregung auf, sagte aber auch: „Solche wichtigen Termine müssen anständig vorbereitet werden.“ Und das war diese Konferenz, die vom ehemaligen ARD-Sportkoordinator und heutigen Geschäftsführer der Finals GmbH, Hagen Boßdorf, kompetent und mit viel Fachkenntnis moderiert wurde, zweifelsohne.

LEAP to Lausanne: Internationale Einblicke für deutsche Sportführungskräfte

Das Leadership-Programm, initiiert vom DOSB und dem Bundesministerium des Innern und für Heimat, bereitet Führungskräfte aus den DOSB-Mitgliedsorganisationen gezielt auf Aufgaben in internationalen Sportverbänden vor. Zum Auftakt besuchte die Delegation den Volleyball-Weltverband FIVB. Präsident Fabio Azevedo, der zuvor elf Jahre als Generalsekretär tätig war, präsentierte die strategische Ausrichtung des Verbandes und betonte die Bedeutung der internationalen Vernetzung in der Olympischen Bewegung. 

Ein weiteres Highlight war der Austausch mit James Carr, Executive Director der Association of Summer Olympic International Federations (ASOIF). Schwerpunkt des Gesprächs war die Governance Review, mit der ASOIF alle zwei Jahre die Good-Governance-Entwicklung der Olympischen Weltverbände analysiert und vergleichbar macht. 

Besuch im Olympic House und Gespräch mit IOC-Präsident Thomas Bach

Ein ganztägiger Besuch des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) führte die LEAP-Teilnehmer*innen in das beeindruckende Olympic House, eines der nachhaltigsten Bürogebäude der Welt. Im Gespräch mit IOC-Präsident Thomas Bach standen sein Werdegang in die internationale Sportpolitik sowie die Herausforderungen der Olympischen Bewegung im Fokus. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung von Leadership und Vernetzung auf internationaler Ebene. 

Ein weiteres Highlight war die Ehrung der Teilnehmer*innen an den Olympischen und Paralympischen Spielen in der LEAP-Gruppe: Sie durften sich mit ihren Unterschriften auf der Athletes’ Wall verewigen. „Schon am ersten Tag in Lausanne war ich von den lehrreichen Einblicken begeistert. Besonders wertvoll war der Austausch mit internationalen Entscheidungsträgern, der mir neue Perspektiven auf die Governance-Strukturen der Olympischen Weltverbände eröffnete. Ich bin dankbar, dass mir das LEAP-Programm die einzigartige Möglichkeit gibt, meine Führungskompetenzen gezielt auszubauen und mich auf zukünftige internationale Aufgaben vorzubereiten“, sagte Paralympicssiegerin und Mitglied in der DOSB-Athletenkommission Mareike Miller.

Chengdu weiß zu überzeugen: Nur das Wetter bleibt ungewiss

Als Kai Schirmer am Dienstagmorgen aus Chengdu kommend wieder in Frankfurt landete, war von der Ungewissheit, mit der er eine Woche zuvor den Hinflug nach China angetreten hatte, nichts mehr übrig. „Wir können einen ganz grünen Haken hinter die Reise machen. Chengdu hat sich von seiner besten Seite gezeigt. Ich habe einen rundum sehr positiven Gesamteindruck gewonnen und gehe extrem beruhigt in die kommenden Monate“, sagt der Sportdirektor der Leistungssportsparte in der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Vom 7. bis 17. August finden in der 20-Millionen-Einwohner-Stadt in der südwestchinesischen Provinz Szechuan die World Games statt, die Weltspiele der nicht-olympischen Sportarten. Rettungsschwimmen, für das die DLRG verantwortlich zeichnet, zählt zum 34 Sportarten umfassenden Wettkampfprogramm, und am vergangenen Wochenende konnten sich 128 Athlet*innen aus drei dieser Sportarten - Pétanque, Underwater (mit den Disziplinen Flossenschwimmen und Freitauchen) sowie Rettungsschwimmen - beim Testwettkampf World Games Series mit den Begebenheiten vor Ort vertraut machen. 

Chance für engagierte Sportvereine: Noch bis 30. Juni bei den „Sternen des Sports“ 2025 bewerben

Ob in den Bereichen Bildung und Qualifikation, Gesundheit und Prävention, Klimaschutz oder Demokratieförderung - ebenso wie die tägliche Vereinsarbeit mit Mitgliedergewinnung, Digitalisierung, Ehrenamtsförderung oder Vereinsfesten: Alles, was den Sport und das Vereinsleben stärkt, trägt zum Gemeinwohl der Gesellschaft bei und hat eine Chance auf eine Auszeichnung bei den „Sternen des Sports“. Von der lokalen Bronzeebene über anschließend regionale Silber-Auszeichnungen bis zur Bundesebene in Gold sind zahlreiche Preise zu gewinnen. Der Gewinnerverein des „Großen Stern des Sports“ in Gold wird im Januar 2026 in Berlin ausgezeichnet und erhält ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

DOSB-Präsident Thomas Weikert: „Die Sportvereine leisten tagtäglich wertvolle Arbeit für unsere Gesellschaft - sei es in der Gesundheitsförderung, der Inklusion oder der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Sie sind Orte der Begegnung und Teilhabe, an denen Werte wie Fairplay, Respekt und auch gelebte Demokratie vermittelt werden. Das, was Sportvereine für unsere Gesellschaft leisten, ist einmalig. Die ‚Sterne des Sports‘ rücken dieses Engagement in den Fokus und geben ihm die verdiente Anerkennung. Ich freue mich auf viele inspirierende Bewerbungen im Jahr 2025 und ermutige alle Sportvereine, ihre Projekte einzureichen.“ 

Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR): „Wir haben mit der Sterne-Auszeichnung in den über 20 Jahren gemeinsam mit dem DOSB bereits viele ideenreiche und innovative Vereinsformate würdigen können, die Menschen ehrenamtlich realisiert haben. Die Vereinsmitglieder schaffen unschätzbare Mehrwerte für ihre Mitmenschen, für die Region, für die Lebensqualität und das Miteinander vor Ort. Das ist uns Volksbanken und Raiffeisenbanken wichtig und unterstützen wir gern - ganz nach dem Motto ‚Cooperatives Build a Better World‘ des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Internationalen Jahres der Genossenschaften 2025. Wir freuen uns in dieser Wettbewerbsrunde daher ganz besonders auf zahlreiche Einreichungen von gesellschaftlich engagierten Sportvereinen.“ 

Event-Inklusionsmanager*in im Sport: Jörg Albrecht

Inklusion – das Thema treibt Jörg Albrecht schon seit Jahrzehnten um. Nicht nur ist er ehrenamtlich im Beirat behinderter Menschen der Stadt Gera aktiv, auch setzte er sich 13 Jahre lang beruflich als Interessenvertreter für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in einem Thüringer Betrieb ein. 2023 zog es ihn als Event-Inklusionsmanager zum Deutschen Badminton-Verband (DBV) nach Mülheim an der Ruhr. 

Der Stellenwert von Inklusion sei in Deutschland noch auf einem niedrigen Level, es gebe zu viel Diskriminierung und Ausgrenzung, kritisiert Albrecht. Um das – wenn auch im kleinen Kontext – zu ändern, bewarb sich Albrecht für die EVI-Stelle. Verfolgt hatte er das DOSB-Projekt, das Menschen mit Behinderungen Chancen im Sport-Arbeitsmarkt eröffnet, schon seit dem Projektstart.

Gute Fortschritte in Italien: viel Vertrauen, dass alles fertig wird

DOSB: Olaf, du warst in der vergangenen Woche für sieben Tage auf Inspektionsreise in Norditalien unterwegs. Welchen Eindruck hast du vom Stand der Vorbereitungen?

OLAF TABOR: Ich konnte mir an den sechs Clustern, in denen die Spiele stattfinden werden, die Wettkampfstätten anschauen. Überall ist noch manches im Bau oder in der Modernisierungsphase, was aber normal ist. Es sind nur wenige Sportstätten, die noch Bauchschmerzen bereiten und bei denen man viel Fantasie benötigt, um sich vorzustellen, dass in elf Monaten dort alles fertig sein wird. Aber dass sie Wunder vollbringen können, haben die Italiener mit dem Bau des Eiskanals in Cortina bewiesen. Dort gab es vor einigen Wochen noch die Sorge, dass die Wettkämpfe im Rodeln, Bob und Skeleton in die USA verlegt werden müssten. Jetzt steht da nicht nur eine Bahn, auf der bereits erste Testfahrten stattgefunden haben, sondern sie wird auch noch von allen Seiten ausgesprochen positiv bewertet. Deshalb habe ich großes Vertrauen in die Veranstalter, dass alles rechtzeitig und vor allem zufriedenstellend fertig wird.

Der Eiskanal musste neu gebaut werden, was für viel Kritik gesorgt hat, die anderen Sportstätten sind aber allesamt bestehende Austragungsorte. Ist dort dennoch viel Modernisierungsbedarf?

TABOR: Zu Olympischen Spielen müssen alle Wettkampfstätten auf den erforderlichen olympischen Standard gebracht werden, und daran wird intensiv gearbeitet, insbesondere an den Mailänder Sportarenen, an den Schanzen in Val di Fiemme und im Biathlon-Stadion von Antholz. Aber das angestrebte Ziel, dass zu den Testwettkämpfen zu Beginn der kommenden Wintersportsaison alles auf dem gewünschten Stand sein wird, dürfte erreicht werden. Italien verfügt als ein Kernland des Wintersports über großen Sachverstand. Wir haben es an allen Austragungsorten mit erfahrenen Ausrichtern von Sportgroßveranstaltungen zu tun. Die wissen genau, was zu tun ist, die Eventerfahrung und die Organisationskompetenz sind überall hoch. Und das beruhigt mich.

Wie steht es um die Unterbringung der Teams und Delegationen, ist da alles im Plan?

TABOR: Für die Olympiamannschaften aus aller Welt gibt es keinerlei Engpässe in der Unterbringung oder bei der Versorgung. Es gibt in Mailand, Cortina und Val di Fiemme Olympische Dörfer, in Antholz, Bormio und Livigno werden mehrere Hotels zu einer Art temporärem Dorf zusammengeschlossen. Die Rahmenbedingungen sind überall unterschiedlich, aber gerade das trägt dem Charme der regionalen Besonderheiten Rechnung. Und um die Verpflegung muss sich in Italien sowieso niemand Sorgen machen; höchstens, dass man zunehmen könnte…

Als größte Herausforderung wird die große Entfernung zwischen den Clustern und das dadurch entstehende Verkehrsproblem beschrieben. Wie schätzt du das ein?

TABOR: Es war von Beginn an klar, dass die Entfernung zwischen den Clustern eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten werden würde. Es werden die am weitesten in die Fläche verzweigten Spiele seit 2006 in Turin sein. Mal eben von Cluster A nach B zu fahren, das wird nicht so einfach möglich sein, denn schon bei normalen Straßenverhältnissen liegen bis zu fünf Stunden Fahrt zwischen den entferntesten Austragungsorten. Und im Winter, bei schlechtem Wetter und zusätzlich mit einem hohen Aufkommen an Fans, die die Wettkämpfe besuchen wollen, wird das noch deutlich komplizierter. Vor diesen Problemen stehen vor allem die großen Teams, die in allen Clustern Athleten haben. Über das Thema Transport zerbrechen sich viele Verantwortliche schon länger den Kopf.

„Die Maccabiah muss ausgetragen werden, gerade jetzt!“

DOSB: Alon, du hast in einigen Interviews herausgehoben, welche Zäsur der Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 darstellt. Ist die kommende Maccabiah vor diesem Hintergrund die schwierigste, aber vielleicht auch wichtigste der Geschichte?

Alon Meyer: Wir hatten Ende der 80er-Jahre und um den Jahrtausendwechsel im Zuge der Intifada auch schon sehr schwierige Spiele. 2001 waren nur rund 25 Prozent aller infrage kommenden Teilnehmenden bereit, nach Israel zu reisen, auch wir waren nur mit einem Rumpfteam da. Dennoch ist nicht zu leugnen, dass die erste Maccabiah seit dem terroristischen Angriff der Hamas unter einem ganz besonderen Stern steht. Die Lage ist sehr instabil und angespannt. Es ist nicht einfach, unter diesen Umständen Menschen als Teilnehmer einer Sportveranstaltung zu akquirieren. Aber wir haben Israel während der ersten beiden Intifadas den Rücken gestärkt und werden das auch jetzt wieder tun. 

Es gibt immer wieder Gerüchte, dass die Maccabiah wegen der Sicherheitslage kurzfristig ausfallen könnte. Wie ist da der Stand?

Ich war am vorvergangenen Wochenende zum Maccabiah-Weltkongress in Tel Aviv, und dort haben uns die Veranstalter in vielerlei Hinsicht sehr beruhigen können. Wer Israel, seine Politik und die Bürger kennt, der weiß, dass alles Menschenmögliche getan wird, um die Sicherheit zu garantieren. Israel richtet diese Spiele nicht nur angesichts der Verantwortung für deren Historie aus, sondern auch mit der Erfahrung eines Staates, in dem Sicherheit eine Rolle spielt, die wir uns in Deutschland nicht annähernd vorstellen können. Während meines Aufenthaltes in Tel Aviv gab es dreimal Bombenalarm, passiert ist gar nichts. Stand heute wird die Maccabiah keinesfalls abgesagt. Im Gegenteil, das Motto lautet „More than ever“, weil es gerade jetzt wichtig ist, ein Zeichen zu setzen, dass sich Juden nicht einschüchtern lassen wollen.

Die Maccabiah findet seit jeher in Israel statt. Warum ist das so? Wäre es nicht wichtig, auch außerhalb Israels mit einem solchen Großereignis Zeichen zu setzen?

Es hat einerseits historische und kulturelle Gründe, dass die Maccabiah immer in Israel stattfindet. 1932, als sie noch vor der Gründung des israelischen Staats im Jahr 1948 in Tel Aviv erstmals stattfand, war sie eine Reaktion darauf, dass Juden seit Ende des 19. Jahrhunderts weltweit aus Sportvereinen und von Sportveranstaltungen ausgeschlossen wurden und sich deshalb selbst organisieren mussten. Der zionistische Ansatz, eine geschützte Sportveranstaltung für jüdische Sportlerinnen und Sportler zu schaffen, spielt bis heute eine Rolle, auch wenn glücklicherweise Juden mittlerweile längst zu allen Großveranstaltungen zugelassen sind. Andererseits spielt auch der Sicherheitsaspekt eine Rolle, in Israel ist eine solche Veranstaltung am einfachsten zu schützen. Trotzdem setzen wir mit Veranstaltungen wie den European Maccabi Games, die 2015 in Berlin stattgefunden haben, auch außerhalb Israels Zeichen. 

Niemand holte mehr Medaillen! Deutschland gewinnt Nationen-Ranking der Wintersportsaison 2024/25.

Fest steht: Deutschland hat mehr als geliefert! Deutschlands Wintersportler*innen haben über alle Olympischen Wintersportarten und -disziplinen hinweg die meisten Medaillen aller Nationen geholt. Damit können sie das große Wintersport-Ranking für sich entscheiden und den Platz an der Spitze nach der Saison 2023/24 verteidigen.

Die deutschen Athlet*innen haben in den 16 olympischen Sportarten Biathlon, Bobsport, Curling, Eishockey, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Nordische Kombination, Rennrodeln, Shorttrack, Skeleton, Skibergsteigen, Skilanglauf, Skispringen, Ski Alpin, Ski Freestyle und Snowboard in den jeweiligen olympischen Disziplinen 275 Medaillen gewonnen. Diese teilen sich auf in 94-mal Gold, 106-mal Silber und 75-mal Bronze. Das kann sich sehen lassen!

Auf Platz zwei folgen die USA mit 241 Medaillen sowie Kanada auf Platz drei mit 192 und Norwegen auf Platz vier mit 204 Medaillen.

Die Krone als erfolgreichster deutscher Athlet sicherte sich Bob-Dominator Francesco Friedrich mit 17-mal Edelmetall (10 x G, 6 x S, 1 x B) bei Weltcups und WM. Bei den Frauen geht die Auszeichnung an eine Biathletin: Franziska Preuß krönte sich mit 17 Medaillen (7 x G, 5 x S, 5 x B) zur Gesamtweltcupsiegerin, dicht gefolgt in der innerdeutschen Rangliste von der Bobsportlerin Laura Nolte mit 15 Medaillen (7 x G, 4 x S, 4 x B).

 

Medaillen

Deutsche Medaillen

Nationenwertung

Gesamt

2436

275

1

Frauen

1118

141

2

Männer

1153

120

3

Mixed

165

14

5

Hinweis: In einer vorherigen Version dieses Artikels waren Medaillen von Europameisterschaften in der Statistik enthalten. Dies wurde geändert, um den internationalen Vergleich zu gewährleisten. Gezählt werden nur Podestplätze aus Weltcups und Weltmeisterschaften aus der Wintersportsaison 2024/25 in olympischen Sportarten und den Disziplinen, die bei den Winterspielen Mailand Cortina 2026 olympisch sein werden. (Stand: 07. April 2025)

Wahl zu Parasportler*innen des Jahres 2024

Die deutschen Goldmedaillengewinner*innen der begeisternden Paralympics in Paris stehen im Fokus der Wahl der Para Sportler*innen des Jahres 2024. Vor gut einem halben Jahr haben die deutschen Athlet*innen für Furore gesorgt und mit ihren Leistungen begeistert bei den größten und reichweitenstärksten Paralympischen Spielen aller Zeiten. Zur Abstimmung stehen fünf Sportlerinnen, vier Sportler, fünf Teams und fünf Nachwuchsathlet*innen.

Die Vorauswahl hat ein neunköpfiges Expertengremium getroffen. Fans und Interessierte des Para Sports sind jetzt aufgerufen, ihre Favorit*innen auszuwählen und über die Siegerinnen und Sieger der Wahl des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) zu entscheiden. Bis Donnerstag, 3. April, 24.00 Uhr, ist die Abstimmung für die Para Sportler*innen des Jahres 2024 unter www.teamdeutschland-paralympics.de/wahl möglich.

Zur Wahl stehen:

Para Sportlerin:
• Maike Hausberger (Para Radsport)
• Natascha Hiltrop (Para Sportschießen)
• Sandra Mikolaschek (Para Tischtennis)
• Tanja Scholz (Para Schwimmen)
• Elena Semechin (Para Schwimmen)

Para Sportler:
• Taliso Engel (Para Schwimmen)
• Markus Rehm (Para Leichtathletik)
• Maurice Schmidt (Rollstuhlfechten)
• Josia Topf (Para Schwimmen)  

Para Team:
• Para Dressursport-Equipe
• Para Rudern-Doppelzweier (Hermine Krumbein & Jan Helmich)
• Para Tischtennis-Doppel (Stephanie Grebe & Juliane Wolf)
• Para Tischtennis-Doppel (Valentin Baus & Thomas Schmidtberger)
• Rollstuhlbasketball Herren

Para Nachwuchssportler*in:
• Gina Böttcher (Para Schwimmen)
• Nele Moos (Para Leichtathletik)
• Hermine Krumbein (Para Rudern)
• Maurice Schmidt (Rollstuhlfechten)
• Lennart Sass (Para Judo) 

 

Sport und Bewegung mit älteren Menschen bei Hitze

Im Zuge des Klimawandels nehmen heiße Tage und Hitzewellen in Deutschland zu. Ältere Menschen sind besonders gefährdet, körperliche Anstrengung kann ein zusätzliches Risiko darstellen. Doch belegt ist auch, dass Sport und Bewegung gerade im Alter einen hohen Stellenwert für die Lebensqualität haben. Wer sich bewegt und in einem körperlich fitten Zustand ist, kann auch hohe Temperaturen besser tolerieren. Vor dem Hintergrund der immer älter werdenden Gesellschaft in Deutschland hat dieser Zusammenhang eine besondere Relevanz. Doch wie können ältere Menschen auch bei Hitze sicher in Bewegung bleiben? Wie können Vereine und Übungsleitende verantwortungsvoll handeln?

Gemeinsam mit Vertreter*innen folgender Partner: Universität Heidelberg, BIÖG, DOSB, Landessportbund Hessen, Landessportbund Nordrhein-Westfalen, Landessportverband Schleswig-Holstein, Deutscher Ruderverband, Deutscher Turner-Bund und Deutscher Fußball- Bund wurde ein Maßnahmenpaket für Vereine, Übungsleitende und Teilnehmende entwickelt.

FAQs Maccabiah 2025: More Than Ever

Was ist die Maccabiah? 
Die Maccabiah ist das größte jüdische Sportereignis der Welt. Sie findet alle vier Jahre in Israel statt. Mehr als 10.000 jüdische Sportlerinnen und Sportler nahmen an den beiden vergangenen Ausgaben teil. Auch in diesem Jahr wird eine ähnliche Zahl aus rund 80 Nationen erwartet. Medaillen werden in 42 Disziplinen vergeben, darunter im 3x3 Basketball, Fußball, Tennis, Gerätturnen und Schwimmen. 

Warum gibt es sie, und seit wann wird sie ausgetragen? 
Die Maccabiah verbindet sportliche Höchstleistungen mit jüdischer Identität, Gemeinschaft und Zusammenhalt. Sie ist eine sehr wichtige gesellschaftliche Einrichtung und der größte jüdische Heiratsmarkt. Ausgetragen wird sie seit 1932, sie fand noch vor der Staatsgründung Israels im Jahr 1948 erstmals in Tel Aviv statt, damals mit 390 Sportlern aus 18 Nationen. Sie hat sich zu einem Symbol für jüdische Stärke und Einheit entwickelt und steht für das Überleben und die Weiterentwicklung des jüdischen Lebens trotz aller Herausforderungen. 

Wann findet die nächste Ausgabe statt, und was ist daran besonders? 
Die 22. Auflage der Maccabiah soll vom 8. bis 22. Juli in den Städten Jerusalem, Haifa, Netanya und Tel Aviv stattfinden. Angesichts des Hamas-Angriffs auf Israel am 7. Oktober 2023 und des weltweiten Anstiegs des Antisemitismus ist die Maccabiah 2025 eine der wichtigsten Austragungen der vergangenen Jahrzehnte. Das Motto „More Than Ever“ betont die Notwendigkeit, jüdisches Leben und Sport nach dem 7. Oktober 2023 sichtbarer und widerstandsfähiger zu machen. 

Wie viele und welche Sportler*innen entsendet Deutschland, und welche Teilnahmebedingungen müssen diese erfüllen? 
Bei der bislang letzten Auflage, die wegen der Corona-Pandemie von 2021 um ein Jahr verschoben werden musste, waren rund 230 deutsche Athlet*innen dabei. Diese Zahl peilt die nationale Dachorganisation Makkabi Deutschland auch in diesem Jahr an. Welche Sportler*innen dabei sind, ist noch nicht klar, die Nominierungen erfolgen in den kommenden Wochen. Folgende Auflagen müssen Teilnehmende erfüllen: Jüdische Konfession oder jüdische Eltern; Mitglied eines Makkabi-Kaders; Teilnahme durch Trainer*in/Betreuer*in bestätigt; zwei Anmeldungen vollständig und formgerecht ausgefüllt. 

Wie ist der jüdische Sport in Deutschland organisiert? 
Makkabi Deutschland ist Teil der weltweiten Maccabi-Bewegung und eine Mitgliedsorganisation des DOSB. Mit mehr als 8.000 Mitgliedern in 40 bundesweiten Ortsvereinen fördert der Verband die Vielfalt und die jüdische Gemeinschaft. Gegründet wurde er 1903 als „Bar Kochba“ - erster jüdischer Sportverein Deutschlands - in Berlin. Nachdem die Nazis die Vereinigung zerschlagen hatten, erfolgte 1965 in Düsseldorf die Neugründung. Makkabi Deutschland bietet sportliche Förderung auf allen Ebenen von Breiten- bis Leistungssport. Der Verband fördert und stärkt jüdische Traditionen und Identität, engagiert sich in der Antisemitismusbekämpfung und für Integration und Vielfalt. Ein wichtiger Schwerpunkt ist auch die Jugendarbeit, die über Sommerlager, Trainingscamps und Workshops die Vermittlung sportlicher und kultureller Werte zur Stärkung der jüdischen Identität vorantreibt. 

Weitere Informationen findet ihr unter www.maccabiah.com und www.maccabi.org.

Pilotprojekt „Mein Verein in Zukunft“ startet im Bundesprogramm „Integration durch Sport“

Die Sportvereinslandschaft steht vor großen Herausforderungen, bedingt durch gesellschaftliche Megatrends wie Individualisierung, Migration, demografischen Wandel, „New Work“ und „Gender Shift“. Der Fachtag „Mein Verein in Zukunft“ sowie die anschließende Bildungsreihe sollen Ehrenamtliche und hauptberufliche Verantwortliche aus Stützpunktvereinen, Verbänden und Kooperationspartnern in Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen dabei unterstützen, sich diesen Veränderungen anzupassen. Durch praxisnahe Bildungsangebote und Erfahrungsaustausch erhalten die Teilnehmenden konkrete Impulse zur Weiterentwicklung und Zukunftssicherung ihrer Vereinsstrukturen.

Nach einem Grußwort von Marco Lutz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Landessportbundes Niedersachsen, eröffnet Zukunfts- und Trendforscherin Anja Kirig das Programm mit einer Keynote zum Thema „Diversität im Sport – Chancen und Herausforderungen für die Zukunftsfähigkeit des Sports“. Sie beleuchtet aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, die den Sport und insbesondere Sportvereine maßgeblich beeinflussen, und schafft einen Rahmen für die anschließenden Workshops und Austauschformate.

Workshops zu Vielfalt, Identität und Widerstandsfähigkeit

Bereits bei der Anmeldung wählen die Teilnehmenden einen von fünf Workshops:

1. Identität durch Sport

2. Vielfalt in Bewegung! – Queer Basics für eine bunte Sportwelt

3. Sport und ältere Menschen

4. Diversität und Diskriminierung im Sport

5. Parteipolitische Neutralität und widerstandsfähige Satzungen im Sport

Unterstützt durch den Sonderfonds „Integration durch Sport“ bietet die Tagung eine seltene Gelegenheit zum länderübergreifenden fachlichen Austausch und zur Vernetzung. Innovative Methoden sollen diesen Dialog fördern. Unter den Gästen befinden sich zudem hauptberufliche Vertretende anderer Bundesländer sowie des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Ergänzend zur Tagung startet eine mehrmonatige Bildungsreihe mit vertiefenden Online-Formaten, die die länderübergreifende Zusammenarbeit weiter stärkt. Die IdS-Nordländer bündeln mit diesem Ansatz erstmals gezielt finanzielle, personelle und fachliche Ressourcen, um zentrale Themen gemeinsam zu bearbeiten. Dadurch entstehen neue Handlungsspielräume, die lokal oft nicht gegeben sind. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten zur Bildungsreihe werden ab dem 17. Mai bereitgestellt.

Weitere Informationen erhalten Sie bei den teilnehmenden IdS-Nordländern, dem Landessportbund Bremen, dem Hamburger Sportbund, dem Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern, dem Landessportbund Niedersachsen und dem Landessportbund Schleswig-Holstein.

Ein Jahr Sportabzeichen-Digital: Gemeinsam stark und die Zukunft im Blick

Vor einem Jahr haben wir ein neues Kapitel in der Organisation und Verwaltung des Deutschen Sportabzeichens aufgeschlagen. Heute blicken wir mit Stolz auf das bisher Erreichte zurück und schauen motiviert in die Zukunft. Rund 60.000 registrierte User befinden sich bereits auf der Plattform. Davon sind 46.000 als Sportler*innen, 12.000 als Prüfer*innen und rund 700 als Mitarbeiter*innen von Landessportbünden, Stadt- /Kreissportbünden und Sportkreisen angemeldet. 

Es werden fleißig Leistungen eingetragen, Sportabzeichen eingereicht und beurkundet. Über den direkten Link zur Bewegungslandkarte findet man aktuell rund 1.500 Sportabzeichen-Treffs. Die digitale Plattform ermöglicht eine effiziente Verwaltung von Prüfungen, eine bessere Nachverfolgbarkeit der Leistungen und eine moderne, benutzerfreundliche Handhabung.

European Sport for All Forum: TAFISA feiert gelungene Premiere in Frankfurt

Nach zwei Tagen intensiven Programms fiel es Gaëtan Garcia sehr schwer, das Highlight einer gelungen Premiere zu benennen. „Wir hatten so viele spannende Vorträge und Workshops, dass es mir nicht möglich ist, einen herauszuheben. Das Feedback, das wir erhalten haben, war so positiv, dass wir dieses Event auf jeden Fall wiederholen werden“, sagte der Franzose, der als Head of Operations für den Breitensport-Weltverband TAFISA (The Association for International Sports for All) das erste Europa-Forum mitorganisiert und geleitet hatte.

Von Mittwochmorgen bis Donnerstagmittag diskutierten 125 Tafisa-Mitglieder aus 32 europäischen Ländern im Landessportbund Hessen an der Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt zu Themen wie „Frauen dabei zu helfen, Grenzen und Hürden im Sport für alle zu überwinden“ oder „Die neue Rolle von Sportvereinen“. Besonderer Fokus lag auf dem Panel zum Komplex „Empowering Inclusive Communities through Sport for All: Capacity-Building for Impactful Change“, zu dem das Schweizer IOC-Mitglied Ollie Dudfield einen Impulsvortrag hielt. Dazu gab es eine Reihe an strategischen Workshops, aus denen wichtige Inhalte generiert wurden, die der Europäischen Kommission zur Verfügung gestellt werden sollen, um die Finanzierung von Projekten mit Sportbezug argumentativ zu untermauern.

Entstanden war die Idee für das Forum daraus, dass diverse Meetings anstanden, deren Inhalte für ein breites Plenum interessant schienen. „Wir haben diese Meetings in dieser Woche von Montag bis Freitag gebündelt und als Mittelpunkt unter dem Motto ,Shaping the Sport in Europe‘ das Forum angeboten“, sagte TAFISA-Präsident Wolfgang Baumann, der sich besonders darüber freute, in Ann-Kathrin Linsenhoff, die als CDU-Schatzmeisterin das Land Hessen vertrat, auch eine Olympiasiegerin (1988 mit dem Dressurreit-Team) auf dem Podium begrüßen zu können. Frankfurt bot sich als Tagungsort an, weil die 1991 in Bordeaux (Frankreich) gegründete TAFISA seit 2005 ihren Hauptsitz in der Main-Metropole hat. „Wir haben einen sehr guten Kontakt zum DOSB und zum LSB Hessen und sind sehr dankbar für die Unterstützung“, sagte Baumann.

„Sport ist Motivation in allen Bereichen, deshalb gehört er zentral auf die Agenda“

Der DOSB hat zehn Forderungen an die neue Bundesregierung aufgestellt - und wir untermauern diese in den Wochen des Bundestagswahlkampfs und der anschließenden Koalitionsverhandlungen mit der Unterstützung von Testimonials aus dem Leistungssport, um anhand von Beispielen aus der Praxis deutlich zu machen, was diese Forderungen dem organisierten Sport bedeuten. Der Link zu allen zehn Forderungen findet sich am Textende. In der letzten Folge geht es um Verortung und Verantwortung.

Sein Interesse an sportpolitischen Themen ist verbrieft, und das nicht erst, seit Ronald Rauhe im vergangenen Herbst in das vom DOSB und dem Bundesministerium des Innern (BMI) geförderte Leadership-Programm eingestiegen ist, das deutsche Führungskräfte darauf vorbereitet, die Sportwelt mitzugestalten. Kaum überraschend also, dass der zweimalige Kanurennsport-Olympiasieger für den Abschluss dieser Serie, die die zehn Forderungen des organisierten Sports an die Bundespolitik veranschaulicht, sofort seine Bereitschaft erklärt hatte. Die Berufung einer Sportministerin oder eines Sportministers im Bundeskanzleramt hält der 43-Jährige, der in der Athletenkommission des Europäischen Olympischen Komitees (EOC) engagiert ist, für einen ganz wesentlichen Schritt, um die Bedeutung des Sports für die Gesellschaft zu untermauern.

„Leider ist der Stellenwert des Sports nicht mehr so hoch, wie er es mal war. Die Gründe dafür sind vielfältig, man kann diese Diskussion herunterbrechen bis zu den Bereichen Schule, Vereine und Elternhaus, in denen manches nicht mehr so läuft, wie es notwendig wäre“, sagt er. Der Medaillenspiegel zumindest bei Olympischen Sommerspielen, der gern als Diskussionsgrundlage für Versäumnisse im Spitzensport angeführt wird, „ist ein Spiegel dessen, was sich falsch entwickelt hat in den vergangenen Jahren. Und wenn wir das alles wieder in die richtige Richtung drehen wollen, dann muss der Sport auf höchster Ebene angebunden sein. Deshalb unterstütze ich die Forderung nach einem Staatsminister oder einer Staatsministerin vehement.“

Weg mit Barrieren! Sport für Menschen mit Behinderungen

Blindenfußball-Nationalspieler Taime Kuttig teilt zwei wichtige Perspektiven mit uns: er nimmt uns mit in sein sportliches Leben als Leistungssportler mit Sehbehinderung und in seinen Beruf als Sportmanager für Inklusion beim DOSB. Wir widmen uns dabei den teilweise unnötigen Barrieren im Kopf und klären, was wir im Sport gemeinsam besser machen können, um Menschen mit Behinderungen in den Sport zu bringen.

Hör z.B. hier direkt rein: Spotify, Apple, Deezer, Podigee.

Dienstreise mit Lerneffekt: DLRG auf dem Weg zur nächsten Erfolgsgeschichte

Eine große Portion Ungewissheit war im Gepäck dabei, als Kai Schirmer und Felix Hofmann am Dienstagmittag in Frankfurt am Main den Air-China-Flug nach Chengdu antraten. In der 20-Millionen-Einwohner-Stadt in der südwestchinesischen Provinz Szechuan finden vom 7. bis 17. August die 12. World Games statt, die Weltspiele der nicht-olympischen Sportarten. Als Vorbereitung darauf treten an diesem Wochenende von Freitag bis Sonntag 128 Athlet*innen aus den Sportarten Pétanque, Underwater (mit den Disziplinen Flossenschwimmen und Freitauchen) und Rettungsschwimmen zu den World Games Series an; einem Testwettkampf, bei dem es in erster Linie darum geht, sich mit den Begebenheiten vor Ort vertraut zu machen. Und weil China im Rettungsschwimmen ein weißer Fleck auf der Landkarte ist, soll der Sechs-Tages-Trip nach Fernost der kleinen Delegation der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) wichtige Erkenntnisse bringen.

„Wir hatten in China noch nie einen Wettkampf, ich kenne Chengdu deshalb bislang nur aus Erzählungen von Menschen, die dort 2023 zu den World University Games zu Gast waren“, sagt Kai Schirmer. Der 37-Jährige, der aus Bielefeld stammt und als Aktiver mehrfach Einzel-Gold bei Europameisterschaften gewann, ist Sportdirektor der Leistungssportsparte in der DLRG. Knapp 630.000 Mitglieder zählt die weltgrößte Wasserrettungsorganisation. Rund 60.000 davon betreiben Rettungsschwimmen als Sport, deren Speerspitze ist der Bundeskader, der aktuell 91 Sportler*innen umfasst. Einer davon ist Felix Hofmann. Der Sportsoldat aus Wiesbaden, der in der Woche nach dem Testevent 20 Jahre alt wird, hat in der Disziplin Super-Lifesaver die Qualifikation für die World Games bereits sicher und freut sich darauf, an diesem Wochenende auf dem Campus der Sancha-Lake-Sportuniversität die Wettkampfstätte kennenlernen zu können. „Das wird mit Sicherheit dabei helfen, mich noch professioneller auf den Höhepunkt der Saison vorzubereiten“, sagt er.

Rettungsschwimmen, im internationalen Jargon als Lifesaving bekannt, ist als Sportart zwar vielen Menschen geläufig, die zum Beispiel für ihre Ausbildung selbst ein entsprechendes Schwimmabzeichen erwerben mussten oder über ihren Schwimmverein damit in Berührung gekommen sind. „Aber das, was man für ein Abzeichen können muss, hat mit dem, was unsere Athletinnen und Athleten auf Hochleistungsniveau machen, nichts zu tun“, sagt Kai Schirmer. Rettungsschwimmen hat eine lange World-Games-Tradition. Seit der Premiere des Formats 1981 in Santa Clara (USA) zählt es zum Programm. Bis 2009 wurden Wettkämpfe sowohl im Becken als auch im Freiwasser ausgetragen. Seit 2013 beschränkt man sich, auch weil nur sehr wenige Orte auf der Welt über einen 50-Meter-Pool mit Platz für mehrere Hundert Aktive in Strandnähe verfügen, auf die Wettbewerbe im stehenden Gewässer, sprich: im Pool.

Event-Inklusionsmanager*in im Sport: Jana Reckmann

Erst einmal beobachten, die Lage analysieren und sich dann strategisch mit den Dingen auseinandersetzen, das liegt wohl im Wesen von Jana Reckmann. Mit einer ähnlichen Herangehensweise ist sie 2024 auch ihren damals neuen Job als Event-Inklusionsmanagerin (EVI) im Stadtsportbund Münster angegangen. Seit Reckmann drei Jahre alt ist, ist sie Borussia-Dortmund-Fan, spielte selbst zehn Jahre lang Fußball und geht im Sommer in den Alpen oder auch vor der Haustür, im Teutoburger Wald, wandern.

Mit dem Projektteam der Initiative „Sport für Alle“ des Stadtsportbunds Münster, der Lebenshilfe, SEHT Münster e.V. (Selbständigkeitshilfe bei Teilleistungsschwächen) und dem Verein für Mototherapie hat Reckmann eine Umfrage zum Bewegungsverhalten von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen erstellt. Daraus sollen mit den Vereinen passgenaue Bewegungsangebote entwickelt werden.

„Der Sport leistet einen zentralen Beitrag zur Integration – das müssen wir stärker zeigen“

Liebe Bianca, du bist seit September 2024 die neue Bundesprogrammleiterin für „Integration durch Sport“ (IdS) im DOSB. Kannst du uns zum Einstieg etwas zum Bundesprogramm erzählen, welche Schwerpunkte aktuell im Fokus stehen? 

Bianca Tamadon: „Integration durch Sport“ (IdS) schafft seit über 35 Jahren durch Sport Begegnungen und unterstützt Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte bei der gesellschaftlichen Teilhabe. Unsere 16 Programmleitungen in den Landessportbünden und -jugenden begleiten Vereine dabei aktiv. Neben interkulturellem Austausch setzen wir auf Demokratieförderung und Antirassismus. Gegenwärtig ist unser Fokus die Weiterentwicklung des Programms mit einer zeitgemäßen Strategie zusammen mit den bundesweiten Programmleitungen und den IdS-Teams. Einen weiteren Aspekt, den ich gerade besonders wichtig finde angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen und politischen Diskussionen in Deutschland, ist die Sichtbarkeit unseres Programms.  Der Sport leistet seit Jahrzehnten einen zentralen Beitrag zur Integration – das müssen wir stärker zeigen. 

Heute ist der „Internationale Tag gegen Rassismus“. Welche Rolle siehst du für den Sport bei der Bekämpfung von Rassismus und Ausgrenzung? 

Sportvereine sind weit mehr als Orte der körperlichen Betätigung – sie sind Orte der Begegnung, an denen Menschen Zeit, Interessen und Werte teilen. Gerade deshalb spielen sie eine zentrale Rolle in der Vermittlung von Vielfalt und einem respektvollen Miteinander. In aktuellen Zeiten, mit zunehmender Polarisierung, wichtiger denn je, dass der Sport eine klare Haltung zeigt – gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung. 

„Der Sport leistet einen zentralen Beitrag zur Integration - das müssen wir stärker zeigen“

Liebe Bianca, du bist seit September 2024 die neue Bundesprogrammleiterin für „Integration durch Sport“ (IdS) im DOSB. Kannst du uns zum Einstieg etwas zum Bundesprogramm erzählen, welche Schwerpunkte aktuell im Fokus stehen? 

Bianca Tamadon: „Integration durch Sport“ (IdS) schafft seit über 35 Jahren durch Sport Begegnungen und unterstützt Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte bei der gesellschaftlichen Teilhabe. Unsere 16 Programmleitungen in den Landessportbünden und -jugenden begleiten Vereine dabei aktiv. Neben interkulturellem Austausch setzen wir auf Demokratieförderung und Antirassismus. Gegenwärtig ist unser Fokus die Weiterentwicklung des Programms mit einer zeitgemäßen Strategie zusammen mit den bundesweiten Programmleitungen und den IdS-Teams. Einen weiteren Aspekt, den ich gerade besonders wichtig finde angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen und politischen Diskussionen in Deutschland, ist die Sichtbarkeit unseres Programms.  Der Sport leistet seit Jahrzehnten einen zentralen Beitrag zur Integration - das müssen wir stärker zeigen. 

Heute ist der „Internationale Tag gegen Rassismus“. Welche Rolle siehst du für den Sport bei der Bekämpfung von Rassismus und Ausgrenzung? 

Sportvereine sind weit mehr als Orte der körperlichen Betätigung - sie sind Orte der Begegnung, an denen Menschen Zeit, Interessen und Werte teilen. Gerade deshalb spielen sie eine zentrale Rolle in der Vermittlung von Vielfalt und einem respektvollen Miteinander. In aktuellen Zeiten, mit zunehmender Polarisierung, wichtiger denn je, dass der Sport eine klare Haltung zeigt - gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung. 

Kirsty Coventry ist neue IOC-Präsidentin

Die 41-jährige Simbabwerin tritt damit die Nachfolge des deutschen Präsidenten Thomas Bach an und wird die erste Frau an der Spitze des IOC sein. Die Amtsübergabe erfolgt am 23. Juni 2025, dem als Olympic Day bekannten Jahrestag der Gründung des IOC.

DOSB-Präsident Thomas Weikert: „Ich gratuliere Kirsty Coventry ganz herzlich zur Wahl als IOC-Präsidentin und wünsche ihr viel Erfolg an der Spitze der Olympischen Bewegung. Frau Coventry hat während ihrer Schwimmkarriere an fünf Olympischen Spielen teilgenommen und sieben Medaillen gewonnen. Sie ist seit 2013 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees und wurde wenige Jahre später in die IOC-Exekutive gewählt. Sie weiß, was es für eine erfolgreiche Zukunft des Olympischen Sports braucht. Als aktives Mitglied der Olympischen Bewegung wird sich der DOSB weiterhin tatkräftig für die Verbreitung der Olympischen Werte in Deutschland und die weltweite Sportentwicklung einsetzen. Wir freuen uns daher auf die Zusammenarbeit.“ 

Kostenfreies Online-Seminar „Sport bewegt Menschen mit Demenz“ - Auch 2025 wieder!

Sport hat sich als äußerst positiver Einfluss auf die Lebensqualität von Menschen mit Demenz erwiesen. Er kann nicht nur altersbedingte Krankheiten abmildern, sondern fördert auch die Teilnahme am sozialen Leben und erhält die Lebensfreude der Betroffenen. Dennoch zögern viele Sportvereine aufgrund von Unsicherheiten, das Thema Demenz als Bestandteil in ihre Angebote zu integrieren. Dem möchten wir entgegenwirken. In zwei aufeinander aufbauenden Modulen werden den Teilnehmenden grundlegende Kenntnisse über Demenz vermittelt und praxisorientierte Ansätze zur Gestaltung von Sport- und Bewegungsangeboten für Menschen mit Demenz vorgestellt.

Die Termine im Überblick:

• 16. Mai 2025: Modul 1 - Grundlagenvermittlung 
• 23. Mai 2025: Modul 2 - Praxisorientierung 

Die Seminare finden jeweils von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr über die digitale Videokonferenz-Plattform Zoom statt. 

Interessierte können sich unter anmeldung(at)demenz-partner.de  anmelden. Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie den Zugangslink zum Online-Seminar. Die Teilnahme an den zwei Modulen wird mit einer Urkunde der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. als „Demenz Partnerin*in“ bestätigt. Zusätzlich kann eine Teilnahmebestätigung über vier Lerneinheiten vom DOSB ausgestellt werden.

Gemeinsam können wir einen positiven Beitrag zur Lebensqualität von Menschen mit Demenz leisten! Melden Sie sich noch heute an und machen Sie den ersten Schritt in eine inklusive und aktive Zukunft für alle!

Der Countdown läuft - Noch 2 Monate bis zum 3. Bundesweiten Trikottag

Am Trikottag sind alle Sportvereinsmitglieder dazu aufgerufen, einen Tag lang das Trikot, T-Shirt oder Sportoutfit ihres Heimatvereins im Alltag zu tragen. Damit soll Werbung gemacht werden für die Sportvereine im Land und für die wichtige Arbeit, die sie tagtäglich leisten.

Der Trikottag wird seit 2023 vom DOSB und seinen 102 Mitgliedsorganisationen als der national gefeierte Aktionstag für den Vereinssport in Deutschland durchgeführt.

Michaela Röhrbein, DOSB-Vorständin Sportentwicklung, sieht in der gemeinsamen Aktion viel Potenzial: „Der Trikottag bietet die Chance, meinen Verein auch außerhalb des Vereinslebens sichtbar zu machen. Sportvereine sind immens wertvoll für unsere Gesellschaft und verdienen Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Sie bringen Menschen zusammen und verbinden, schenken uns Lebensfreude, halten uns gesund und in Bewegung, lehren wichtige Werte wie Respekt und Fairplay und tragen maßgeblich zu gelungener Integration und Inklusion bei. Am Trikottag wollen wir alle gemeinsam einen Tag lang die volle Aufmerksamkeit auf die tausenden von Sportvereine lenken und sie für das feiern, was sie an jedem Tag für unsere Gesellschaft leisten.“

Der Rektor der Deutschen Sporthochschule Köln, Univ.-Prof. Dr. Ansgar Thiel (61), unterstützt das Anliegen: „Der Trikottag ermöglicht, dass Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen über Trikotfarben oder Vereinswappen gelebt und gezeigt werden kann. Die gemeinschaftsstiftende Wirkung eines Trikots ist extrem groß. Ich ziehe nicht etwas an, was mir persönlich gefällt, sondern das, was mich zum Teil einer Gemeinschaft werden lässt. Obwohl wir aus wissenschaftlicher Sicht nachweisen können, welche positiven Effekte der Sport hat, hat die Politik auf die gesellschaftliche Relevanz des Sports noch immer nicht adäquat reagiert. Für den Breitensport, der die gesamte Gesellschaft umgreift, gibt es nicht die Wertschätzung, die er verdienen würde.“

Der Trikottag als nationaler Tag für den Vereinssport soll dazu beitragen, das zu ändern. Deshalb ruft der DOSB alle Sportvereine und Sportvereinsmitglieder dazu auf, sich am Aktionstag am 20. Mai zu beteiligen. Kinder sollen im Trikot zur Schule gehen und Unternehmen, Institutionen und Ministerien sind dazu eingeladen, ihren Mitarbeiter*innen an diesem Tag zu ermöglichen, im Trikot oder Sportoutfit ihres Vereins zur Arbeit zu kommen. Auch für Politiker*innen gilt die Einladung erneut – bereits in den vergangenen beiden Jahren zeigten sich zahlreiche Beteiligte aus der Bundespolitik in Vereinsfarben, darunter Nancy Faeser, Svenja Schulze, Cem Özdemir, Lars Klingbeil, Malu Dreyer und Markus Söder.

Versammelt unter #Trikottag

Wer am 20. Mai das Trikot, T-Shirt oder Sportoutfit seines Vereins anzieht, kann zudem ein Foto von sich machen und unter dem Hashtag #Trikottag in den Sozialen Medien posten. 2023 und 2024 kamen so tausende von Beiträgen zusammen, bei denen Menschen Werbung für ihre Vereine und für den Vereinssport machten.

Der DOSB stellt kostenlose Werbe- und Social Media-Vorlagen zur Verfügung, die frei angepasst werden können: Trikottag Toolbox

„Wir müssen einfach mal machen und nicht immer nur reden“

Der DOSB hat zehn Forderungen an die neue Bundesregierung aufgestellt - und wir untermauern diese in den Wochen des Bundestagswahlkampfs und der anschließenden Koalitionsverhandlungen mit der Unterstützung von Testimonials aus dem Leistungssport, um anhand von Beispielen aus der Praxis deutlich zu machen, was diese Forderungen dem organisierten Sport bedeuten. Der Link zu allen zehn Forderungen findet sich am Textende. In Folge 9 geht es um die Bewerbung um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele. 

Seine Schlitten hat er in den Schrank gestellt, zumindest vorübergehend. Mit einem Materialtest in Norwegen endete für Felix Loch am vergangenen Wochenende die Rodelsaison 2024/25, in der sich der 35-Jährige Silber im Einsitzer bei der WM in Whistler (Kanada) gesichert hatte und mit seinem elften Edelmetall zum alleinigen Rekord-Medaillengewinner im Einsitzer bei Welttitelkämpfen aufgestiegen war. „Ich bin froh, jetzt mal ein wenig durchatmen zu können“, sagt der Altmeister vom RC Berchtesgaden. Seine Sportleidenschaft allerdings, die macht niemals Pause, und wer mit Felix Loch über das Thema Olympia spricht, der erlebt einen Menschen, der in seiner Begeisterung fast überschäumt. Es kann deshalb niemand Besseren geben, um dem neunten Punkt der Forderungsliste des DOSB an die Bundespolitik Nachdruck zu verleihen. 

Wem es seltsam vorkommt, einen Wintersportler für Sommerspiele werben zu lassen, der kennt Felix Loch schlecht. „Die Faszination Olympischer und Paralympischer Spiele ist unabhängig von der Jahreszeit. Wer sie einmal live erlebt hat, kann das nachfühlen“, sagt der dreimalige Olympiasieger - 2010 in Vancouver im Einsitzer, vier Jahre später in Sotschi im Einsitzer und im Team. „Ich hatte das große Glück, bislang vier Winterspiele als Aktiver erleben zu dürfen. Aber als ich im vergangenen Jahr in Paris die Paralympics besucht habe, war die Gänsehaut, die ich als Fan hatte, kaum geringer. Ich bin fest davon überzeugt, dass alle, die die Chance bekommen, Olympische und Paralympische Spiele live vor Ort mitzuerleben, sich dieser Faszination nicht entziehen können“, sagt er.

Selbstverständlich ist sich Felix Loch bewusst, dass die Zahl der skeptischen Menschen in Deutschland, gerade auch angesichts der Herausforderungen unserer aktuellen Weltlage, traditionell hoch ist. Dennoch steht für ihn außer Frage, dass ein erneuter Anlauf um die Ausrichtung der Spiele als wichtiger Impuls für die Gesellschaft unerlässlich ist. „Man muss dem Ganzen einfach eine Chance geben. Paris ist dafür ein gutes Beispiel. Dort waren vorher auch sehr viele Menschen skeptisch, aber als es dann losging, hat das dem Land einen gewaltigen Schub gegeben. Genau das benötigen wir in Deutschland auch“, sagt er.

Kontakt
Geschäftsstelle

Deutsche Schwimmjugend
Korbacherstr. 93
34132 Kassel

0561-9408340
info@dsv-jugend.de

Kontakt aufnehmen

Öffnungszeiten
der Geschäftsstelle

Montag-Freitag 10:00 - 15:00 Uhr

Social Media